Unternehmergesellschaft kämpft gegen AIDS

In der Forschung gegen die Krankheit AIDS gibt es einen neuen Partner. Die Unternehmer wollten eine Limited gründen, um im Kampf gegen die Krankheit wirtschaftliche Potentiale zu nutzen. Ziel ist die Entwicklung neuer oder verbesserter Wirkstoffe. Denn auch die heute gebräuchlichste Therapieform für HIV-positive Menschen, eine Kombinationstherapie mit verschiedenen virenhemmenden Medikamenten, ist noch längst nicht ausgereift. Viele Erreger werden schnell immun gegen bestimmte Wirkstoffe und können so nicht mehr ausreichend behandelt werden. Dies ist auch der Grund für die Kombination verschiedener, meist drei oder mehr, Präparate. So erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass zumindest eines dieser Medikamente den Ausbruch von AIDS möglichst lange hinauszögert. Die Ziele der Limited Gründung sind, neue Wirkstoffe zu schaffen, um die problematische Resistenzbildung der AIDS-Erreger zu verringern.

Dabei wäre bei der Gründung alternativ auch die Unternehmergesellschaft eine Möglichkeit gewesen, statt eine Ltd gründen zu lassen. Diese neue deutsche Rechtsform ist auf das Stammkapital haftungsbeschränkt. Mindeststammkapital für die Unternehmergesellschaft ist 1 Euro. Will man eine Ltd gründen, so beträgt das Mindestkapital 1 Britisches Pfund. Aber auch hier greift die Haftungsbeschränkung.

Warum dann aber eine Limited gründen, wenn doch der Unterschied zur Unternehmergesellschaft so geringfügig ist? Die Antwort ist einfach: Eine Ltd Gründung unterstreicht die internationale Ausrichtung des Unternehmens. Denn AIDS ist kein länderspezifisches Problem, weltweit gibt es etwa 33 Millionen HIV-positive Menschen, die größte Ausdehnung der Krankheit besteht in Afrika. So muss sich die Forschung darauf einstellen, nicht nur funktionierende, sondern auch in großer Menge verfügbare und bezahlbare Wirkstoffe zu schaffen.