Die Symptome von Aids und HIV
So eindeutig können die Symptome von Aids und HIV nicht festgelegt werden, hierbei kommt es immer auf den Betroffenen an und in welchem Stadium er sich befindet. Es wurden im Jahre 1993 drei verschiedene Gebiete der Erkrankung festgelegt. In den USA haben die Centers for Disease Control and Prevention, kurz als CDC bezeichnet, diese drei Definitionen der Aids Erkrankung festgelegt. Zur ersten Kategorie zählen die akute asymptomatische und die symptomatische HIV-Infektion. Die zweite Kategorie führt zu einfachen Erkrankungen, an denen auch alle Personen erkranken können, die nicht infiziert sind. Zur dritten Kategorie zählen die Aids definierenden Erkrankungen.
Die akute symptomatische HIV-Infektion
Bei einer Infizierung mit dem HI-Virus treten die ersten Anzeichen in der Zeit von sechs Tagen bis sechs Wochen auf. Hierbei werden ganz normale Beschwerden einer Grippe wahrgenommen. Das können unter anderem Kopf-, sowie Halsschmerzen, Fieber, ein Ausschlag oder geschwollene Lymphknoten sein. Diese Beschwerden können, müssen aber nicht auftreten. Trotz allem kann der Virus weiter übertragen werden. In diesem Anfangsstadium kann der HIV-Test bereits durchgeführt werden, würde jedoch nicht zu einem sicheren Ergebnis führen. Die Viren sind noch nicht in ausreichendem Maße vorhanden, ebenso wenig die Antikörper. Frühestens nach einem Monat können die Antikörper mit einem Test im Blut nachgewiesen werden. Der beste Zeitpunkt für einen HIV-Test liegt zwischen dem ersten und dem dritten Monat nach einer erfolgten Infizierung.
Die asymptomatische HIV-Infektion
Diese Infektion wird ebenfalls als die Latenzphase bezeichnet. Jetzt kann eine Phase folgen, bei der keinerlei Symptome auftreten. Diese kann von unterschiedlicher Länge sein, sie kann einige Wochen, Monate oder sogar Jahre andauern. Aber auch in dieser Latenzphase findet eine Vermehrung des HI-Virus statt und es werden Immunzellen zerstört. Nur mit neuen Tests kann die Reduzierung dieser Immunzellen nachgewiesen werden.
Die einfachen Erkrankungen
Nicht in einem direkten Zusammenhang müssen gesundheitliche Beschwerden mit der Infektion stehen. Das Immunsystem ist schon soweit geschwächt, dass es zu chronischen Durchfällen kommen kann. Ebenso kann der Infizierte eine dauerhafte erhöhte Körpertemperatur bekommen.
Durch das HI-Virus können Zungenbeläge und Mundsoor auftreten. Die Beläge auf der Zunge werden durch das Eppstein-Barr-Virus hervorgerufen. Bei dem Mundsoor handelt es sich um eine Pilzart, und zwar ist davon der Hauptvertreter der Candida albicans. Aber auch unter Neuropathien können infizierte Menschen leiden.
Die Aids definierenden Erkrankungen
Dazu zählt unter anderem das so genannte Wasting-Syndrom. Dabei verlieren infizierte Menschen mehr als zehn Prozent ihres normalen Körpergewichtes. Hinzu kommen außerdem noch anhaltende Durchfälle, die den Gewichtsverlust weiter beschleunigen. Des Weiteren ist bei den Patienten eine Abgeschlagenheit zu bemerken, die Kräfte und der Lebensmut sinken merklich.
Ebenfalls tritt eine Infektion des Bindegewebes auf, die das zentrale Nervensystem zerstört. Hierbei wird von der HIV-assoziierten Enzephalopathie gesprochen, die kurz als HIVE bezeichnet wird.
Weiterhin zählt die opportunistische Infektion dazu, hierbei treten Erkrankungen auf, die bei einem gesunden Menschen ohne Probleme überwunden werden könnten. Allerdings ist bei Infizierten das Immunsystem schon soweit geschwächt, dass sie für Infektionen leichter empfänglich sind. Die typischsten Infektionen sind Herpesinfektionen und chronische Lungenentzündungen. Aber auch Bakterien, Pilze, Viren und Einzeller zählen dazu.
Die Malignome sind bösartige Veränderungen, wie zum Beispiel das Kaposi-Syndrom. Diese können das zentrale Nervensystem stark beeinträchtigen.
Mit diesen Symptomen ist das Immunsystem sehr stark geschwächt. Damit die Aids-Erkrankungen besser eingeteilt werden können, gibt es zusätzliche Laborkategorien. Diese spiegeln die vorhandenen CD4-Lymphozyten wider und die Ärzte erhalten Aufschluss über den jeweiligen Zustand des Immunsystems.